Nürnberger als Anführer einer Bande falscher Polizisten?

Der Anführer einer Bande falscher Polizeibeamter soll aus Nürnberg stammen. Der 29-Jährige stehe im Verdacht, der Kopf der Gruppierung zu sein, auf deren Konto zahlreiche Betrugsfälle in Mittelfranken gingen, teilte das Polizeipräsidium am Montag in Nürnberg mit. Die Täter sollen sich am Telefon als Polizisten ausgegeben haben, um ihren Opfern teils hohe Geldsummen zu entlocken. Allein in Mittelfranken liege der Schaden bei rund 700 000 Euro.
| dpa
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Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
Nürnberg

Der Mann war laut Polizei bereits am 3. Dezember mit mehr als 30 anderen Verdächtigen in der Türkei festgenommen worden, wohin er sich bereits 2017 abgesetzt hatte. Auch Vermögenswerte von mehr als 105 Millionen Euro seien bei dieser Großaktion gesichert worden. Die deutschen und türkischen Behörden hatten nach Auskunft der Polizei im Umfeld einer Callcenter-Organisation ermittelt wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Mutmaßliche Mittäter in Deutschland seien zwischenzeitlich gefasst und rechtskräftig zu teilweise langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Die Masche der Betrüger: Sie riefen ihre Opfer an, gaben sich als Polizisten aus und erzählten, dass man in der Nachbarschaft eine Einbrecherbande geschnappt habe. Dabei seien Notizen mit weiteren Adressen gefunden worden. Aus Angst, selbst von Dieben heimgesucht zu werden, überreichten die Angerufenen daraufhin teils hohe Geldsummen in der Annahme, ihr Erspartes sei bei der Polizei sicher verwahrt. In vielen Fällen hätten die Menschen erst Tage später gemerkt, dass sie offenbar einer Betrugsmasche auf den Leim gegangen seien, berichtete die Polizei. "Neben dem hohen finanziellen Schaden erleiden die Opfer bei den Taten häufig auch seelische Schäden."

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