Noch vier Jahre im FCN-Tor

Aber mit 36 Jahren ist dann endgültig Schluss für den Keeper. Bader: Club sein letzter Verein
von  kk
Fliegen, bis er 36 ist: „Noch vier Jahre in der Bundesliga zu spielen, wäre meine persönliche Krönung“, sagt Raphael Schäfer.
Fliegen, bis er 36 ist: „Noch vier Jahre in der Bundesliga zu spielen, wäre meine persönliche Krönung“, sagt Raphael Schäfer. © Wolfgang Zink

NÜRNBERG Die Fans, der Club, seine Profis – einfach alle träumen im Moment von Europa. Für die meisten aus Dieter Heckings Rasselbande wäre das Erreichen des internationalen Geschäfts die Krönung ihrer noch jungen Karriere. Nur für FCN-Torwart Raphael Schäfer nicht. Der hat zum einen schon den Pokalsieg 2007 in seiner Bilanz stehen. Und mit 32 Jahren sind die Prioritäten nun mal andere. „Noch vier Jahre in der Bundesliga zu spielen, das wäre meine persönliche Krönung”, zeigt sich Schäfer von der vorherrschenden Euphorie rund um die Valznerweiher relativ unbeeindruckt. Denn: „Bei allen Europa-Cup-Träumen: unser Highlight ist nun mal die Erste Liga.”

 

"Bis 36 Jahre zu spielen ist für einen Torhüter ein realistisches Ziel"


Bleibt die Frage, warum eigentlich nur noch vier Jahre im Oberhaus? Schäfer grinst: „Ich wünsche dem Club natürlich, dass er auch die nächsten 40 Jahre noch in der Bundesliga spielt.” Aber dann eben ohne ihn. Denn spätestens zur Saison 2014/15 ist für Heckings Nummer eins Schluss. Beim Club – und überhaupt. Auch wenn andere Torleute wie Hamburgs Frank Rost auch mit 37 noch nicht ans Aufhören denken. Oder Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann sich im Alter von fast biblischen 41 Jahren aktuell nochmal für ein kurzes Gastspiel bei Arsenal London hat reaktivieren lassen. Schäfers Ausstiegs-Szenario steht fest, eine Laufzeit-Verlängerung ist nicht geplant. „Bis 36 Jahre zu spielen ist für einen Torhüter ein realistisches Ziel.”
Bei Martin Bader dürfte Schäfer mit seinem Wunsch offene Türe einrennen, hatte der Club-Manager doch erst kürzlich betont: „Wir wollen die Zusammenarbeit mit ihm so lange aufrecht erhalten, wie ihn seine Füße tragen." Demnächst dürften also Verhandlungen über eine Verlängerung von Schäfers Vertrag über 2012 hinaus anstehen. Denn ein Wechsel seines „Alpha-Tiers” ist laut Bader ausgeschlossen: „Er hat bereits dokumentiert, dass der Club sein letzter Verein ist."