"Nicht gehört": Weinbauverband verlässt Dachorganisation

Aus Unzufriedenheit mit der Arbeit des Deutschen Weinbauverbandes will der Fränkische Weinbauverband (FMV) die Dachorganisation zum Jahresende verlassen. "Wir sind nie richtig gehört worden. Wir haben da nur gestört", sagte Frankens Verbandspräsident Artur Steinmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Würzburg. Vielmehr habe sich der Eindruck verfestigt, der Deutsche Weinbauverband (DWV) kümmere sich vor allem um die großen Anbaugebiete wie Rheinhessen. "Wir Franken waren immer wie ein fünftes Rad am Wagen." Beim DWV in Bonn war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
| dpa
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Würzburg

Vor allem seit in allen Bundesländern Wein angebaut werden darf, habe sich der Dachverband nur unzureichend um die Thematik gekümmert. "Ein Wille zur Veränderung ist trotz der Intervention mehrerer Mitgliedsverbände nicht erkennbar", hieß es in einer Mitteilung des FMV. Eine eingesetzte "Zukunftskommission" habe keine Ergebnisse erbracht, die den DWV weiter entwickeln könnten, sagte Steinmann.

Der Austritt soll zum Jahresende erfolgen. Jährlich zahlt der FWV nach Steinmanns Angaben 30 000 Euro Mitgliedsbeitrag an den Dachverband.

In Franken liegen Steinmann zufolge sechs Prozent der gesamten Rebfläche bundesweit. Das größte Anbaugebiet Deutschlands in Bezug auf die Rebenfläche ist Rheinhessen in Rheinland-Pfalz, wo zwei Drittel des deutschen Weins angebaut werden.

© dpa-infocom, dpa:210623-99-111715/2

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