Nach Lawinenabgang bekommt Balderschwang Schutzsystem

Zweieinhalb Jahre nach einem Lawinenabgang in Balderschwang im Allgäu bekommt die Gemeinde eine neue Schutzanlage gegen Schneemassen. Der erste Bauabschnitt des Lawinenschutzes wurde am Freitag vorgestellt, drei weitere sollen folgen. Insgesamt sollen fast zehn Millionen Euro ausgegeben werden.
| dpa
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Schnee bricht in ein Haus ein.
Schnee bricht in ein Haus ein. © Benjamin Liss/dpa/Archivbild
Balderschwang

Im Januar 2019 war in Balderschwang eine Lawine abgegangen und hatte einen Teil eines Hotels verwüstet. Menschen kamen nicht zu Schaden, da der betroffene Wellness-Bereich des Hotels bereits zuvor aus Sicherheitsgründen gesperrt worden war.

Nach Angaben des Landratsamtes Oberallgäu wurden nun oberhalb des Hotels für 1,8 Millionen Euro erste Schutzanlagen wie ein Lawinennetz gebaut. Diese dienten auch zu Sicherung von Wohngebäuden, der Feuerwehrwache, des Bergwachtgebäudes und der Kreisstraße OA9, erklärte eine Sprecherin der Kreisbehörde.

Der Schutz der Kreisstraße ist auch deswegen für die Behörden besonders wichtig, weil es im Katastrophenfall sonst keine Alternativroute für die Rettungskräfte gibt. Eine Anfahrt über das benachbarte Österreich sei bei Lawinengefahr nicht möglich. Parallel zum technischen Lawinenschutz soll rund um Balderschwang ein Schutzwald aufgeforstet werden, um langfristig den Schnee zurückzuhalten.

© dpa-infocom, dpa:210820-99-908874/2

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