Nach fast 30 Jahren: Archäologiehund sucht nach Frau

Seit Sommer 1992 ist Lissy Lauer aus dem mittelfränkischen Haundorf spurlos verschwunden - nun haben Fahnder mit einem Spezialhund nach Überresten der damals 30-Jährigen gesucht. Man habe den Archäologiehund an verschiedenen Orten suchen lassen, wo jahrelangen Gerüchten zufolge ihre Leiche vergraben sein könnte, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Sonntag. Das Tier könne menschliche Knochen erschnüffeln, auch wenn sie in mehr als zwei Metern Tiefe vergraben seien. Die Suche wurde nach Auskunft der Ermittler allerdings am Samstagabend ergebnislos abgebrochen.
| dpa
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Fahnder suchen mit einem Archäologiehund nach Überresten der vermissten Lissy Lauer.
Fahnder suchen mit einem Archäologiehund nach Überresten der vermissten Lissy Lauer. © Ralph Goppelt/Vifogra /dpa/Archivbild
Gunzenhausen

Das Bundeskriminalamt (BKA) geht in seinem Fahndungsaufruf von einem Mord aus. Es ist ein sogenannter Cold Case, in dem die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Ansbach seit Mai wieder ermitteln und bei dem für entscheidende Hinweise 10.000 Euro als Belohnung ausgesetzt sind. Am vergangenen Mittwoch hatte auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" darüber berichtet. Darin ist auch von beunruhigenden, anonymen Anrufen die Rede, die Lauer vor ihrem Verschwinden erhalten haben soll. Nach der Sendung seien an die 40 Hinweise eingegangen, denen die Ermittler nun nachgingen, berichtete der Polizeisprecher.

Zuletzt gesehen wurde die junge Frau nach Auskunft des BKA am 1. Juli 1992 in der Innenstadt von Gunzenhausen. Zwei Tage später sei ihr Auto auf einem Parkplatz am Stadtrand gefunden. Aufgrund der Gesamtsituation und ungereimten Zeugenaussagen gehen die Ermittler davon aus, dass Lauer getötet und ihre Leiche beseitigt wurde.

© dpa-infocom, dpa:211121-99-84699/3

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