Mutter nach mutmaßlichem Babymord: Schwangerschaft verdrängt

Nach dem Fund eines toten Neugeborenen in einem Badezimmer in Schweinfurt vor rund einem Jahr hat die Mutter vor Gericht eingeräumt, nicht für ein weiteres Kind bereit gewesen zu sein. Die 27-Jährige habe bis zur Geburt den Gedanken an eine mögliche Schwangerschaft verdrängt, verlas ihr Verteidiger zum Auftakt der Verhandlung am Mittwoch vor dem Landgericht Schweinfurt. Der Erklärung zufolge hat ein Gutachter eine Persönlichkeitsstörung festgestellt.
| dpa
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Die Angeklagte wartet im Gerichtssaal auf den Prozessbeginn.
Die Angeklagte wartet im Gerichtssaal auf den Prozessbeginn. © Nicolas Armer/dpa
Schweinfurt

Der Lebensgefährte und Vater des Kindes wusste laut Ermittlern und eigenen Angaben nichts von der Schwangerschaft, als sich seine Freundin am Abend des 24. August 2020 wegen Bauchschmerzen im Badezimmer einschloss. Der Mann schlief während der Geburt. Später in der Nacht fand er seine Partnerin zitternd und bleich vor. Die Deutsche gab über ihren Anwalt an, sich an das Geschehene nicht genau erinnern zu können und immer noch unter Schock zu stehen. 

Nachdem sie ins Krankenhaus gebracht worden war, hatte der Lebensgefährte das Badezimmer aufgeräumt. Unter Handtüchern und Kleidung fand er das tote Baby.

Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus. Das Neugeborene sei entweder erstickt, an Unterkühlung oder an einer Kombination aus beidem gestorben. Die Angeklagte gab über ihren Anwalt an, den Tod des Kindes zutiefst zu bedauern.

© dpa-infocom, dpa:210728-99-576918/2

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