Mückenforscher: Bald schlüpfen sie zu Milliarden

Bisher hielten sie sich noch zurück - aber bald geht es mit den Mücken wieder los: Mückenforscher Helge Kampen vom Friedrich-Loeffler-Institut sieht derzeit gute Bedingungen für die lästigen Insekten. "Im Moment sieht es für die Mücken sehr gut aus", sagte er den "Nürnberger Nachrichten" (Samstag). "Das Frühjahr war zwar sehr kalt, aber mit den warmen Temperaturen und hohen Niederschlägen seit Monatsbeginn scheint es jetzt loszugehen."
| dpa
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Eine Mücke.
Eine Mücke. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Nürnberg

Wenn die erste Population an Mücken unterwegs sei, dann schlüpfe schnell die nächste Generation. Bei warmen Temperaturen und viel Regen mit vielen stehenden Wasserpfützen oder überschwemmten Wiesen entwickelten sie sich innerhalb von zwei bis drei Wochen. "Die sogenannten Überschwemmungsmücken, die ihre Eier in Wiesen in der Nähe von Flüssen ablegen, werden dann regelrecht zur Plage. Dann schlüpfen die Mücken zu Milliarden gleichzeitig."

Auch Friedhöfe, Privatgärten und Kleingartenanlagen seien besonders beliebte Plätze für Mücken, weil sehr viele Wassergefäße herumstehen. "Es reicht schon eine kleine Unterschale von einer Pflanze, in der dauerhaft Wasser steht, oder eine Vogeltränke oder eine Pfütze in einer Plastikplane aus, damit die Mücken dort Eier legen und sich zu Hunderten entwickeln", sagte Kampen. "Wenn man all diese kleinen Pfützen regelmäßig trocken legt, hat man die Plage zumindest in seinem Garten unter Kontrolle."

© dpa-infocom, dpa:210612-99-965956/2

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