Mordversuch an Ehefrau mit Autounfall: Anklage erhoben

Weil er versucht haben soll, seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz seines Autos mit einem gezielt herbeigeführten Unfall zu töten, ist gegen einen 49-Jährigen in Schwaben Anklage erhoben worden. Es gehe um versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und einen vorsätzlichen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, teilte die Staatsanwaltschaft Augsburg am Donnerstag mit.
| dpa
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Eine Polizistin trägt ein Abzeichen der bayerischen Polizei.
Eine Polizistin trägt ein Abzeichen der bayerischen Polizei. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild
Augsburg

Die Frau wollte sich demnach von dem Mann nach rund 13 Jahren trennen und verlangte die Scheidung. Daraufhin soll der 49-Jährige beschlossen haben, seine Ehefrau zu töten. Der Anklage zufolge soll er suggeriert haben, die Trennung zu akzeptieren, weshalb die Frau mit keinerlei Angriff ihres Ehemanns gerechnet habe.

Am 24. März 2021 fuhr der Mann den Angaben zufolge am frühen Morgen seine Frau zum gemeinsamen Arbeitsplatz. Auf der Bundesstraße 17 soll er dann zwischen den Anschlussstellen Inningen und Königsbrunn Nord den Wagen direkt und ungebremst auf einen Baum gelenkt haben. Die Anklage wirft ihm vor, dass er dabei gezielt die Beifahrertür als Aufprallpunkt ausgewählt haben soll, damit seine Frau bei dem Unfall ums Leben kommt.

Der mutmaßliche Plan ging nicht auf: Die damals 35-Jährige überlebte den Unfall mit schweren Verletzungen. Auch ihr Mann kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Das Fahrzeug wurde laut Polizei vollständig zerstört.

Der 49-Jährige befindet mittlerweile in Untersuchungshaft. Über die Zulassung der Anklage muss das Landgericht Augsburg entscheiden. Erst dann kommt es zu einem Prozess.

© dpa-infocom, dpa:211028-99-770780/2

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