Mordanklage nach tödlichem Streit an Bushaltestelle

Nach einer tödlichen Auseinandersetzung an einer Bushaltestelle in Augsburg hat die Staatsanwaltschaft eine 20 Jahre alte Frau wegen Mordes angeklagt. Nach Angaben der Ermittler hatte die Frau mit einem Klappmesser einen 28-Jährigen derart in die Brust gestochen, dass der Mann binnen weniger Minuten starb.
| dpa
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Die Statue Justitia.
Die Statue Justitia. © Peter Steffen/dpa/Symbolbild
Augsburg

Wegen des Alters der Frau prüft die Jugendkammer des Landgerichtes Augsburg die Anklage. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht. Im Falle einer Verurteilung der Frau muss die Kammer dann prüfen, ob für die Heranwachsende das Erwachsenen- oder das Jugendstrafrecht anzuwenden ist.

An der Bushaltestelle war es laut Anklage am 27. November 2020 abends zu einem Streit zwischen zwei Gruppen gekommen. Die junge Frau war demnach mit einem Mann unterwegs, der sich mit dem späteren Opfer gerangelt haben soll. Deswegen soll die damals noch 19 Jahre alte Frau ihr Messer aus der Handtasche genommen und auf den Kontrahenten eingestochen haben, nachdem sie den 28-Jährigen aufgefordert hatte, ihren Freund in Ruhe zu lassen.

Die Bluttat auf offener Straße hatte damals für viel Aufsehen in Augsburg gesorgt. Einige zogen auch Parallelen zu der Gewalttat am Augsburger Königsplatz im Advent 2019. Damals hatte ein Jugendlicher einen Mann so heftig geschlagen, dass das Opfer an einer Gehirnblutung starb.

© dpa-infocom, dpa:210414-99-203420/2

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