Messerstecher von Würzburg noch nicht ausführlich vernommen

Mehr als sieben Wochen nach der Messerattacke von Würzburg mit drei Toten haben die Ermittler den Täter bisher noch nicht ausführlich vernommen. Dafür gebe es verschiedene Gründe, unter anderem sei es wegen des psychisch schlechten Zustandes des Somaliers nicht möglich gewesen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Montag in München.
| dpa
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Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle.
Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle. © Boris Roessler/dpa/Symbolbild
Würzburg

Der 24-Jährige hatte am 25. Juni in der Würzburger Innenstadt auf mehrere Menschen eingestochen, die er nicht gekannt haben soll. Drei Frauen starben, fünf Menschen wurden lebensgefährlich verletzt. Zudem gab es vier Leichtverletzte - darunter ist allerdings ein Mann, der nicht direkt von dem Messerstecher angegriffen wurde. Vielmehr stürzte er nach Angaben der Ermittler bei dem Versuch, den Angreifer von der weiteren Attacke abzuhalten.

Derzeit arbeiten zwei Sachverständige an einem psychiatrischen Gutachten über den Migranten, der bei seiner Attacke auf Passanten nach bisheriger Einschätzung womöglich schuldunfähig war. Wann dazu mit ersten Erkenntnissen zu rechnen ist, konnte der LKA-Sprecher noch nicht abschätzen. Der Messerstecher ist derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Unklar ist, ob religiöse Überzeugungen des Flüchtlings bei der Tat eine Rolle gespielt haben. Die Ermittlungen - unter anderem Zeugenbefragungen und Auswertungen von Handyvideos - hätten dahingehend in den vergangenen Wochen keine neuen Erkenntnisse erbracht.

© dpa-infocom, dpa:210816-99-857156/2

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