Mehr Anträge auf Präimplantationsdiagnostik in Bayern

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Anträge von werdenden Eltern auf Präimplantationsdiagnostik in Bayern deutlich gestiegen. Wie das bayerische Gesundheitsministerium berichtete, hat die Bayerische Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik (PID) im Jahr 2020 insgesamt 293 Anträge behandelt. Dies sind 50 mehr als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr wurden von den eingereichten Anträgen 278 genehmigt.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Präimplantationsdiagnostik.
Präimplantationsdiagnostik. © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa
München

Die Kommission gibt es seit 2015. PID ist in Deutschland nur erlaubt, wenn aufgrund der genetischen Voraussetzungen der Frau oder des Mannes das hohe Risiko einer schwerwiegenden Erbkrankheit besteht oder eine schwerwiegende Schädigung des Embryos festgestellt werden soll. Die Ethikkommission prüft, ob diese Vorgaben erfüllt sind.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betonte die Bedeutung der Arbeit der Kommission. Denn die PID dürfe keinesfalls als ein Selektionsinstrument wahrgenommen werden. "Oberste Priorität hat immer der Schutz des Lebens", sagte er.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte Ende 2020 in einem bayerischen Fall, bei dem die Ethikkommission die PID nicht gestattet hatte, der werdenden Mutter Recht gegeben. Der Freistaat wurde verpflichtet, dem PID-Antrag zuzustimmen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München hatte die Klage der Frau noch abgewiesen.

© dpa-infocom, dpa:210427-99-365682/2

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen