Mediziner: Debatte um Biontech und Moderna "sehr ungünstig"

Die Debatte um den Corona-Impfstoff von Moderna und eine Biontech-Rationierung stößt beim Pandemiebeauftragten des Klinikums im niederbayerischen Freyung, Thomas Motzek-Noé, auf Unverständnis. Dadurch würden die Menschen verunsichert. Die Empfehlung zur Auffrischungsimpfung sei erst Anfang Oktober gekommen, und da seien viele Menschen zögerlich gewesen, weil die Lage noch nicht diese Dramatik gehabt habe. "Jetzt ist es so, dass die Menschen anstehen. Impfzentren und Hausärzte kommen mit dem Impfen gar nicht mehr nach und dann ist es natürlich sehr ungünstig, dass von Herrn Spahn die Impfstoffe wieder reglementiert werden."
| dpa
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Thomas Motzek-Noé, stellvertretender ärztlicher Direktor und Pandemiebeauftragter des Klinikums Freyung.
Thomas Motzek-Noé, stellvertretender ärztlicher Direktor und Pandemiebeauftragter des Klinikums Freyung. © Armin Weigel/dpa
Freyung

Das bedeute eine Bremse, wer aber doppelt geimpft sei und den Booster bekomme, der habe relativ schnell wieder eine starke Immunität gegen Covid-19. Nun dauerten Aufklärungsgespräche wieder länger, es kämen viele Nachfragen, man müsse die Menschen wieder neu ins Boot holen.

Freyung-Grafenau war am Montag bayernweit der Landkreis mit der höchsten Corona-Inzidenz. Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bei 1569,8. Die Lage im Klinikum in Freyung sei "mehr als angespannt", sagte der stellvertretende ärztliche Direktor Motzek-Noé. Es kämen zunehmend Geimpfte, die schwer erkrankt seien - das seien vor allem Über-75-Jährige, die noch keinen Booster bekommen hätten.

© dpa-infocom, dpa:211122-99-98401/3

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