Mann tötet Frau - und wählt dann den Notruf

Der 66-Jährige aus dem Kreis Weilheim ist ebenfalls schwer verletzt, aber die Polizei glaubt: das ist er selbst gewesen.
| Rosemarie Vielreicher
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Im Landkreis Weilheim-Schongau steht ein 66-Jähriger im Verdacht seine Ehefrau getötet haben.
Im Landkreis Weilheim-Schongau steht ein 66-Jähriger im Verdacht seine Ehefrau getötet haben. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Eberfing - Rustikal und ländlich schaut das Haus in Untereberfing aus. Unscheinbar, umgeben vom tristen Grau der kalten Monate. Was aber hat sich am Freitag im ersten Stock des Mehrfamilienhauses abgespielt? Was hat ein Ehepaar so entzweit, dass die Situation eskaliert ist?

Was passiert ist: Eine 69-jährige Frau wird in der Wohnung gefunden. Tot. Ebenfalls schwer verletzt: ihr Ehemann (66). Doch die Polizei glaubt: Er hat sich diese Verletzungen selbst zugefügt. Und nicht nur das, er soll auch für den Tod seiner Ehefrau im Landkreis Weilheim-Schongau verantwortlich sein.

Die Polizei teilt am Wochenende mit, dass der Mann dringend tatverdächtig sei. Der Haftbefehl wegen des vermuteten Tötungsdeliktes wird ihm noch im Krankenhaus eröffnet, wohin er nach dem Großeinsatz mit einem Rettungshubschrauber gebracht worden ist. Auch teilen die Ermittler mit, dass es zuvor einen Streit zwischen dem Paar gegeben haben soll. Worüber? Unklar.

Kripo hält sich noch mit Details zurück

Auf AZ-Nachfrage sagt Polizeisprecherin Carolin Englert vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Sonntag, dass der schwer verletzte Mann noch selbst den Notruf gewählt hat. Mittlerweile habe er auch mit der Kripo über die Vorwürfe gesprochen – Details nennt sie nicht. Ebenso nicht, an welchen Verletzungen die Frau gestorben ist und welche der Mann sich selbst zugefügt hat.

Untereberfing gehört zur kleinen Gemeinde Eberfing, die rund 1.400 Einwohner hat. Eine erschütternde Tat in so einem kleinen Ort. Von außen ist an dem Haus nur zu sehen, dass die Vorhänge zugezogen worden sind, an der Eingangstür ist das Glas zerbrochen.

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