Mann soll Frau erstochen haben: Erinnerungslücken im Prozess

Er soll seine Lebensgefährtin mit mehreren Messerstichen getötet haben, nun muss sich ein 41-Jähriger in einem Mordprozess vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten. Der Angeklagte soll die Frau in der gemeinsamen Wohnung der beiden im oberbayerischen Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) unvermittelt mit einem Küchenmesser angegriffen haben, warf ihm die Staatsanwaltschaft beim Prozessauftakt am Donnerstag vor.
| dpa
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Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
Ingolstadt

Die Lebensgefährtin war laut Anklage am Morgen des 2. September 2020 noch im Bett gewesen und von dem unvermittelten Angriff überrascht worden. Laut Polizeibericht war sie 38 Jahre alt. Der 41-Jährige soll der Wehrlosen mit einem Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge in Schulter, Beine, Oberkörper und schließlich in den Rücken gestochen haben, hieß es in der Anklage der Staatsanwaltschaft. Sie habe sich mit dem Messer im Rücken noch zu einer Nachbarin in dem Mehrfamilienhaus retten können, sei dort aber gestorben.

Der Angeklagte, der seit dem Tag nach der mutmaßlichen Tat in Untersuchungshaft sitzt, berief sich am Donnerstag auf Erinnerungslücken. Über seinen Anwalt ließ der Slowake mitteilen, er habe bereits an Tage vor der Tat keine Erinnerung mehr, er habe Drogen konsumiert. Erst danach im Gefängnis hätten wieder Erinnerungen eingesetzt. Er bereue den Tod seiner Lebensgefährtin zutiefst, hieß es. Er bestreite aber, dass es sich um Mord handle. Weitere Fragen in dem Prozess, in dem noch sechs weitere Verhandlungstage bis zum 1. Oktober folgen sollen, werde er nicht beantworten.

© dpa-infocom, dpa:210812-99-816045/2

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