Mann ertrinkt in Kanal: Prozess gegen Freunde verzögert sich

Der Prozess um den Ertrinkungstod eines 22-jährigen Mannes in einem Kanal in Weiden zieht sich hin.
| dpa
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Eine Statue der Justitia mit verbundenen Augen am Eingang eines Gerichts.
Eine Statue der Justitia mit verbundenen Augen am Eingang eines Gerichts. © Fabian Sommer/dpa/Symbolbild
Weiden

Auf der Anklagebank sitzen drei Bekannte des Opfers. Ihnen wird vorgeworfen, dem Freund nicht geholfen zu haben. Am Donnerstag waren Plädoyers der Nebenklagevertretung und eines Teils der Verteidiger vorgesehen.

Jedoch stellten die Verteidiger zunächst neue Beweisanträge, wie ein Gerichtssprecher sagte. Deswegen musste die Kammer nochmals in die Beweisaufnahme eintreten. Mehrere Beweisanträge lehnte die Kammer dann ab. Die Verhandlung dauerte am Nachmittag noch an.

Der 22-Jährige war im September 2020 betrunken in den Kanal gefallen. Die angeklagte Frau filmte das Geschehen mit ihrem Handy. Die Leiche war einen Tag später geborgen worden. Die Polizei hatte mit einem Hubschrauber, mit Booten und Wärmebildkameras nach dem Mann gesucht.

Den drei Angeklagten war von der Staatsanwaltschaft ursprünglich Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen worden. In seinem Plädoyer ging der Behördenvertreter dann aber von Aussetzung mit Todesfolge aus. Einen Tötungsvorsatz sah er nicht als erwiesen an.

Für den 13. August waren die letzten Plädoyers und möglicherweise die Urteilsverkündung vorgesehen. Dem Gerichtssprecher nach wurden nun weitere Verhandlungstermine für den 18. und 20. August festgelegt.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-730019/2

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