Mann ertrinkt in Kanal: Erneut Plädoyers angesetzt

Im Prozess um den Ertrinkungstod eines 22-Jährigen in Weiden in der Oberpfalz sollen vor dem dortigen Landgericht heute weitere Plädoyers gehalten werden. Vier Schlussvorträge von Verteidigern stehen noch aus. Staatsanwalt, Nebenklagevertreter sowie einer der Anwälte haben bereits plädiert. Die restlichen Plädoyers waren am vergangenen Freitag vorgesehen, jedoch lieferten sich Richter und Anwälte stattdessen ein stundenlanges Ping-Pong-Spiel aus Beweisanträgen und deren Ablehnung.
| dpa
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Die Angeklagten (1. Reihe 1.v.l., 2. Reihe 2.v.l. sowie 1. Reihe 4.v.l.) stehen im Gerichtssaal.
Die Angeklagten (1. Reihe 1.v.l., 2. Reihe 2.v.l. sowie 1. Reihe 4.v.l.) stehen im Gerichtssaal. © Ute Wessels/dpa/Archivbild
Weiden

Angeklagt sind drei Bekannte des Opfers. Ihnen wird vorgeworfen, dem 22-Jährigen nicht geholfen zu haben, nachdem er im Herbst betrunken in einen Kanal gefallen war. Der junge Mann ertrank. In der Anklage war den drei Deutschen Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen worden.

In seinem Plädoyer hatte der Staatsanwalt aber keinen Tötungsvorsatz als erwiesen gesehen und eine Verurteilung zu mehrjährigen Haftstrafen wegen Aussetzung mit Todesfolge gefordert. Der Vertreter der Nebenklage plädierte auf eine Verurteilung jeweils wegen Totschlags. Der Verteidiger eines der drei Angeklagten forderte für seinen Mandanten einen Freispruch.

© dpa-infocom, dpa:210817-99-875563/3

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