Lohn als Wahlhelfer: "50 Euro plus zwei Semmeln"

Vegetarisch oder mit Fleisch? Als Wahlhelfer in Wolfratshausen hat man auch kulinarisch die Wahl.
| dpa
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Eine Wahlhelferin sortiert die roten Wahlbriefe mit den abgegebenen Stimmen für die Bundestagswahl 2017.
Eine Wahlhelferin sortiert die roten Wahlbriefe mit den abgegebenen Stimmen für die Bundestagswahl 2017. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
Wolfratshausen

"Heuer bekommen wir für die Bundestagswahl 50 Euro plus zwei Semmeln", sagte Ludwig Gollwitzer (61), der seit 1976 Wahlhelfer in Wolfratshausen ist, der "Mediengruppe Münchner Merkur tz" (Samstagsausgabe). "Dabei muss man vorher angeben, ob man eine Kassemmel, eine Salamisemmel oder eine Schinkensemmel haben will."

Er habe seine Wahl schon getroffen: "Ich nehme Kas und Salami. Damit ich ein bisschen Abwechslung habe."

Die andere Wahl hat er per Brief getroffen, wie er in dem Zeitungsinterview sagte: "Ich bin seit 20 Jahren Briefwähler. Als Wahlhelfer arbeitet man nie im eigenen Wahlbezirk, deswegen mache ich meine Kreuze immer vorher."

Ganz im Gegensatz zu dem prominenten Wolfratshausener Wähler Edmund Stoiber. Der frühere bayerische Ministerpräsident "grüßt immer freundlich und wir empfangen ihn mit dem Stimmzettel, damit er gleich in die Wahlkabine kann", sagte Gollwitzer. Bei einer Landtagswahl habe er den Ex-CSU-Chef aber einmal ermahnen müssen - weil Stoiber einfach zu seiner Frau Karin in die Wahlkabine gegangen sei, um sie etwas zu fragen.

"Das ist natürlich verboten, die Wahl ist geheim", sagte Gollwitzer "Oh Gott, oh Gott, habe ich mir gedacht, jetzt muss ich hingehen und sagen, dass das auch für Ehepaare und bayerische Ministerpräsidenten gilt."

© dpa-infocom, dpa:210925-99-354105/3

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