Lehrermangel bleibt Problem: In Grundschulen bald nicht mehr

Viele Schulen in Deutschland und vor allem auch in Bayern dürften in den nächsten Jahren mit Lehrermangel zu kämpfen haben. Vor allem Mathe-, Chemie-, Physik- und Musiklehrer werden gebraucht werden, wie die Kultusministerkonferenz am Freitag mitteilte. Latein-, Geschichte-, Erdkunde- und Sozialkundelehrer würden eher wenig nachgefragt.
| az/dpa
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Ein Schild mit der Aufschrift "Lehrerzimmer" hängt in einer Grundschule.
Ein Schild mit der Aufschrift "Lehrerzimmer" hängt in einer Grundschule. © Caroline Seidel/dpa/Archivbild

Bayern  - An den Grundschulen in Bayern folgt 2024 dem Lehrermangel die Lehrerschwemme. Nächstes Jahr müssten sie demnach fast 1.800 neue Lehrerinnen und Lehrer einstellen - die Hälfte mehr als noch heuer. Dem stehen aber nur 1.200 Bewerber gegenüber. Dann jedoch sinke der Bedarf auf nur noch rund 1.000 neue Grundschullehrer im Jahr 2030, während die Zahl von Bewerbern weiter wächst. In zehn Jahren rechnet die Kulturministerkonferenz für Bayern mit einem Überangebot von rund 600 Bewerbern.

In den Klassen darüber, in der Sekundarstufe I, bleibt der Bedarf an neuen Lehrern in Bayern auch in den nächsten zehn Jahren hinter dem Angebot zurück. Der Bedarf sinkt von 1.700 im kommenden Jahr zwar auf rund 1.300 neue Lehrer, die Zahl der Bewerber bleibt mit rund 900 jedoch darunter.

In der Sekundarstufe II gleicht die Nachfrage nach neuen Lehrern in den Jahren bis 2025 einer wilden Achterbahnfahrt - mal werden 1.100, mal 3.100 Lehrer gebraucht. Ab 2026 bliebt die Nachfrage dann stabil zwischen 1.300 und 1.400 neuen Lehrern im Jahr bis 2030. Das Angebot bleibt mal weit, mal leicht darunter. Deutschlandweit allerdings geht die Kultusministerkonferenz für Gymnasien von einem Überangebot von durchschnittlich 2.200 Lehrkräften pro Jahr aus.

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