Lehrer kritisieren Verzicht auf Faschingsferien

Bayerns Lehrerverbände haben den von der Landesregierung angekündigten Verzicht auf die Faschingsferien in Bayern kritisiert. "Die Ankündigung, die Winterferien zu kassieren, kommt zur Unzeit", wetterte der Vorsitzende des bayerischen Philologenverbandes, Michael Schwägerl.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Empfehlungen
München

"Wenn jetzt auch noch dargestellt wird, dass die Streichung der Ferien als Kompensation für pandemiebedingten Unterrichtsausfall gelten soll, dann stimmt das nicht", betonte der Chef des Verbandes, in dem die Gymnasiallehrer organisiert sind.

Auch die Lehrer-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält die Streichung der Faschingsferien für falsch. "Distanzunterricht verläuft vielerorts nach wie vor nicht reibungslos, unter anderem weil die digitale Lernplattform Mebis immer noch nicht ausreichend funktioniert", heißt es in einer Mitteilung der Landesvorsitzenden Martina Borgendale. "Deshalb darf den Lehrkräften in sehr fordernden Zeiten aber nicht noch mehr zugemutet werden", betonte sie. Auch die Schülerinnen und Schüler benötigten dringend einen Rhythmus mit regelmäßigen Ferien im Schuljahr."

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) entgegnete der Kritik: Die Schüler würden nach über drei Wochen Ferien und drei bis vielleicht vier Wochen Distanzunterricht in die Schule zurückkehren, um eine Woche später wieder in die Ferien zu gehen. Dies mache aus pädagogischer Sicht keinen Sinn.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Empfehlungen