Landshuter Christkindl-Drive-in wird zum Medienhit

Mit seiner Idee vom "Christkindlmarkt-Drive-in" macht der Landshuter Festwirt Patrick Schmidt nicht nur deutschlandweit Schlagzeilen.
von  Carmen Merckenschlager
"Ich bin stolz wie Oskar", sagt Patrick Schmidt über das große mediale Interesse an seinem "Christkindlmarkt-Drive-in".
"Ich bin stolz wie Oskar", sagt Patrick Schmidt über das große mediale Interesse an seinem "Christkindlmarkt-Drive-in". © Christine Vinçon

Landshut - Landshut hat sich trotz Corona die Dult nicht nehmen lassen und lässt das auch bei dem Christkindlmarkt nicht so ganz zu. Dafür sorgt Festwirt Patrick Schmidt mit seinem Christkindlmarkt-Drive-in. Und diese Tatsache schlägt gerade hohe Wellen. Denn: Weltweit wird gerade über die Idee des Drive-ins berichtet. Nachdem unser Verlag darüber berichtet, bekommt Schmidt immer mehr Anfragen von überregionalen Medien.

 

Drive-In ist auch in den USA ein Thema

Wer zuerst da war, kann Patrick Schmidt gar nicht mehr so genau sagen, aber mittlerweile ist seine Liste durchaus lang. "Pro7, Sat.1, ARD, BR, Reuters, Niederbayern TV, eine externe Produktionsfirma", zählt Schmidt auf. Und nach wie vor bekommt er weitere Interviewanfragen.

Auch der Sender Pro7 interviewt Patrick Schmidt.
Auch der Sender Pro7 interviewt Patrick Schmidt. © Kerstin Petri

Aber nicht nur die deutsche Medienlandschaft interessiert sich für das weihnachtliche Projekt samt Kunstschnee und Christbäumen. Vergangenen Samstag hätte Schmidt eigentlich Besuch von CNN bekommen. Der Termin wurde allerdings um eine Woche verschoben. Auch der britische Nachrichtensender BBC hat bereits bei Schmidt angefragt. Aber nicht nur fürs Fernsehen muss der Festwirt Interviews geben. In der Washington Post findet der Landshuter mit einem Beitrag zum "Drive-through-christmas-market" Erwähnung.

 

Und bei der "South China Morning Post" schmunzelt man über die deutsche Art, ihren Christkindlmarkt doch zu feiern und den "Christmas spirit" irgendwie am Leben zu erhalten.

Am Freitag erhielt Schmidt schon die nächste Anfrage - aus Frankreich. Die Medienagentur entwickelt internationale Beiträge. Es ist also gut möglich, dass Schmidt bald noch mehr Länder auf seine Liste mit Veröffentlichungen schreiben kann. Meist bekommt er durch Freunde und Bekannte mit, wo gerade wieder ein Bericht über ihn zu sehen war. "Letztens war ich beim Autowaschen. Der Besitzer der Anlage - ein Pole - sagte dann zu mir: ‚Ich wusste gar nicht, dass du Polnisch kannst?' Ein Bericht über mich lief wohl auch im polnischen Fernsehen. Das ist schon lustig", sagt Schmidt. Ihn freut es sehr, dass das Interesse an seinem Christkindlmarkt-Drive-in so groß ist und eben auch international besteht. "Das ist natürlich eine super Werbung. Und wenn ich ehrlich bin: Das macht mich stolz wie Oskar", gibt Schmidt zu und lacht ein wenig verlegen unter seiner Maske.

 

Gastronomen bitten Schmidt um Tipps

Ob er denn mittlerweile schon ein Medienprofi ist? "Ganz so würde ich das nicht sagen, aber ich lerne mit jedem Mal dazu. Ich bin nicht mehr so nervös, wie noch im Frühjahr", sagt der Festwirt.

Für Patrick Schmidt ist der Medienrummel und die internationale Presse wahrlich kein Neuland mehr. Bereits im Frühjahr schaffte er es mit seinem Dult-Drive-in in die New York Times und diverse andere Medien. So ganz erklären kann sich Schmidt trotzdem nicht, warum man sich sogar in Hongkong sich für seine Idee interessiert. "Die denken sich wahrscheinlich, wir haben alle ein bisschen einen Vogel", sagt der 31-Jährige und lacht wieder.

Coronakonform mit Maske und Abstand kommt die Ware ins Auto der Besucher.
Coronakonform mit Maske und Abstand kommt die Ware ins Auto der Besucher. © Christine Vinçon

Übrigens melden sich nicht nur Medien wegen Schmidts Idee: "Ich erhalte fast täglich Anfragen von Gastronomen aus ganz Deutschland, wie ich den Drive-in gestaltet und mein Hygienekonzept umgesetzt habe - denn sie wollen auch einen Christkindl-Drive-in aufbauen", erzählt Schmidt.

 

Möglich ist es also, dass in den kommenden Tagen weitere Weihnachts-Drive-ins in Deutschland entstehen. Allerdings bleibt klar, wer's erfunden hat. Den "Christkindlmarkt-Drive-in" darf sich Patrick Schmidt auf den Deckel schreiben. "Und das ist schon wirklich ziemlich cool", findet er.