Die Müller-Filiale in der Landshuter Altstadt steht leer: welches Geschäft folgt?

Der alte Müller ist leer, etliche Quadratmeter sind frei. Doch was könnte kommen? Was wünschen sich ILI und die Stadt Landshut? Sie bringen große Namen ins Spiel um den neuen möglichen Mieter.
von  Franziska Hofmann
Hier gibt’s gerade nichts: Der große Müller in der Altstadt 340 ist leergeräumt.
Hier gibt’s gerade nichts: Der große Müller in der Altstadt 340 ist leergeräumt. © hac

Landshut - Vor dem Müller wehen noch die Fahnen der Neueröffnung, zwei ehemalige Filialen stehen jedoch leer. Was aus den beiden Geschäften an der Ecke Rosengasse und in der oberen Altstadt werden soll, ist noch unklar.

Der Mietvertrag für den ehemals "großen" Müller in der Altstadt 340 läuft noch bis Anfang 2019. So lange hat man also noch Zeit, einen neuen Mieter für die vier Stockwerke umfassende Ladenfläche zu finden. Die ist groß – und braucht viel Ware, um sie komplett zu füllen.

Landshut: Welches Geschäft kommt in den Müller?

Auch wenn derzeit noch nichts in trockenen Tüchern ist: Vorstellungen und Wünsche, was das Landshuter Geschäftsleben künftig bereichern könnte, haben viele. So auch Thomas Kortmann, zweiter Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Landshuter Innenstadt (ILI). "Wir könnten uns eine Zara-Filiale gut dort vorstellen", sagt er. "Genug Platz ist auf den vier Stockwerken sicher vorhanden und das Modegeschäft ist definitiv ein Quotenbringer." Diesen Wunsch teilen seit Jahren viele Landshuter, vor allem junge Damen, die als Hauptklientel des spanischen Modekonzerns gelten.

Alternativ dazu würde der Altstadt auch ein Elektronikgeschäft gut tun, so Kortmann. "Bis jetzt müssen die Leute immer weiter fahren. Unmittelbar in der Stadt wäre ein solcher Fachmarkt für Computer oder Elektronik-Kleinteile sicher praktisch."

Trotz aller Wünsche und Vorstellungen sei die ehemalige Müller-Filiale eine recht schwierige Immobilie: "Es müsste künftig ein Einzelhandelsunternehmen sein, dass diese vier Stockwerke auch wirklich bestücken kann. Da es nur einen Eingang gibt, gibt es kaum eine Möglichkeit, die verfügbare Ladenfläche beispielsweise auf zwei Mieter zu verteilen." Bei der bevorstehenden City-Marketing-Runde am 6. Juni mit Oberbürgermeister Alexander Putz soll das Thema Altstadt 340 ebenfalls angesprochen werden. "Ich könnte mir vorstellen, dass der OB dem Ganzen sehr aufgeschlossen gegenüber steht. Schließlich ist ein handelsstarkes Einzelhandelsunternehmen auch gut und wichtig für die Stadt", so Kortmann.

Landshuter Altstadt: Der Mietvertrag des "großen" Müller läuft noch bis 2019 

Johann Winklmaier, Verfahrensmanager der Stadt, hat ganz eigene Vorstellungen. Noch sei auch ihm zwar nicht bekannt, wie künftig mit der Ladenfläche der ehemaligen Müller-Filiale verfahren werden soll, doch habe auch er konkrete Vorstellungen, welche Art Geschäft, derzeit in der Altstadt noch fehlt: "Es ist immer schwer zu sagen, ob das Gebäude auch wirklich dafür geeignet ist, aber vorstellen könnte ich mir ein Geschäft rund um Baby- oder Kleinkindsachen. Das gibt es meines Wissens nach noch nicht in diesem Ausmaß." Ebenso könne er sich ein Sportartikelgeschäft vorstellen, da man mit dem Sport- und Outdoor-Geschäft "AlpenStrand" bisher nur ein sehr spezialisiertes Fachgeschäft zur Verfügung habe.

Was die Immobilie der Müller Filiale in der oberen Altstadt, auch bekannt als "der kleine Müller" angeht, sei man noch im Gespräch mit verschiedenen Interessenten, so die Eigentümerin des Gebäudes, Renate Wagner.

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