Landesgartenschau Überlingen wird erneut verschoben

Auch in diesem Frühjahr fällt die Gartenschau am Bodensee der Pandemie zum Opfer. Wegen zu hoher Fallzahlen wird der Start der Ausstellung abgesagt. Die Hoffnung hängt nun vor allem an einer Zahl.
| dpa
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Ein Gärtner pflanzt am Ufer des Bodensees Vergissmeinnicht an.
Ein Gärtner pflanzt am Ufer des Bodensees Vergissmeinnicht an. © Felix Kästle/dpa/Archivbild
Überlingen

Die Landesgartenschau in Überlingen wird wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen im Bodenseekreis verschoben. "Aus Sorge, in einer kritischen Phase der Pandemie noch mehr Menschen als ohnehin schon nach Überlingen zu locken, haben wir schweren Herzens die Eröffnung abgesagt", teilte Überlingens Oberbürgermeister Jan Zeitler (SPD) am Mittwoch mit. Zuvor habe er sich mit Landrat Lothar Wölfle (CDU) und der Geschäftsführung der Landesgartenschau (LGS) abgestimmt. Die Eröffnung war für den 9. April geplant.

Da die Landesgartenschau vom Land Baden-Württemberg als botanischer Garten eingestuft werde, dürfe sie während der vom Bodenseekreis verhängten Notbremse nicht öffnen. Der Landkreis hatte am Dienstagabend bekanntgegeben, die sogenannten Notbremse zu verhängen, da die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche drei Tage in Folge über den Wert von 100 gestiegen war. Die Regelung tritt am Donnerstag in Kraft. Botanische Gärten dürfen im Südwesten derzeit nur bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 geöffnet werden.

Man habe sich die Entscheidung ganz sicher nicht leicht gemacht und alle Argumente abgewogen, teilte LGS-Geschäftsführerin Edith Heppeler mit. Sie verstehe, dass die Öffnung von vielen Menschen erwartet und erhofft werde, gerade in dieser schwierigen Pandemiezeit, in der es kaum Möglichkeiten zur Erholung gebe. "Aber wir halten die Entscheidung für richtig, auch wenn es schmerzt", so Heppeler.

Die Lage der Gartenschau "mitten in der Stadt" sei nicht mit dem Blühenden Barock in Ludwigsburg vergleichbar, für das es eine Ausnahmeregelung gebe, heißt es zudem von LGS-Geschäftsführer Roland Leitner. Selbst wenn man die Zutritte zum Gelände sehr gut regeln könne, wie es das Hygienekonzept vorsehe, so habe man doch die Befürchtung, dass es in der gesamten Innenstadt eng werden könnte.

Die letzten Vorbereitungen liefen nun auf Hochtouren und sobald die Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter den Wert von 100 falle, könne man öffnen.

Die erste Landesgartenschau am Bodensee war ursprünglich bereits für 2020 geplant gewesen, war aber aufgrund der Corona-Pandemie verschoben worden. Die Gartenausstellung soll bislang bis zum 17. Oktober von Konzerten, Sport- und Informationsveranstaltungen begleitet werden. Auch im bayerischen Lindau am Bodensee ist von Mai an eine Landesgartenschau geplant.

© dpa-infocom, dpa:210331-99-44032/4

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