Kundgebung zum Gedenken an NSU-Opfer ªimºek in Nürnberg

Rund 300 Menschen haben in Nürnberg anlässlich des 20. Jahrestags der Ermordung von Enver ªimºek durch die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) demonstriert. Bei der Gedenkkundgebung zogen die Teilnehmer durch den Nürnberger Stadtteil Langwasser bis hin zum Tatort in der Liegnitzer Straße, wie Birgit Mair vom Nürnberger Bündnis Nazistopp am Samstag sagte.
| dpa
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Abdul-Kerim ªimºek, der Sohn des Ermordeten legte dort ein Blumengesteck mit Rosen und Nelken nieder. "Dieser Moment der Stille war sehr bewegend", so Mair. Im Anschluss sprachen unter anderem er und die Nebenklageanwältin der Familie ªimºek, Seda Basay-Yildiz.

Der NSU hatte zwischen 2000 und 2007 in Deutschland insgesamt zehn Menschen ermordet. Es handelte sich um acht türkischstämmige und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer sowie eine Polizistin.

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hatte die Gedenkkundgebung organisiert. Sie fand unter dem Motto "Und immer noch fordern wir Aufklärung" statt. Das Bündnis kritisiert die "fehlende Aufklärung zu Alltagsrassismus und rechter Gewalt". Enver ªimºek war am 9. September 2000 in Nürnberg erschossen worden.

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