Kranker 51-Jähriger verhungert: Ehefrau und Sohn vor Gericht

Ein an Alzheimer-Demenz erkrankter Mann wird von seiner Frau und seinem Sohn gepflegt - dennoch verhungert er. Ab heute müssen sich die beiden Familienangehörigen wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Würzburg verantworten. Sie sollen den 51-Jährigen nicht rechtzeitig zum Arzt gebracht haben. Das Motiv war den Ermittlern noch unklar.
| dpa
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Ein Frau (r) und ihr Sohn betreten den Gerichtssaal im Amtsgericht.
Ein Frau (r) und ihr Sohn betreten den Gerichtssaal im Amtsgericht. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Würzburg

Die Familie lebte unter einem Dach. Mindestens vier Jahre vor seinem Tod im August 2017 hatte der Ehemann und Vater an Alzheimer-Demenz gelitten. Spätestens seit Sommer 2017 soll bei dem Pflegebedürftigen ein zunehmender körperlicher Verfall eingetreten sein.

Bei der Obduktion wurde festgestellt, dass er bis auf 34 Kilogramm abgemagert war - bei einer Größe von 1,78 Metern. Die Todesursache lautete: verhungern. Mit einem Arztbesuch hätte dies laut Anklage verhindert werden können.

© dpa-infocom, dpa:210616-99-21925/3

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