Krankenstand in Bayern laut DAK-Studie gesunken

Die Corona-Schutzmaßnahmen Homeoffice, Masken und Abstand haben auch viele Erkältungen verhindert. Deshalb fehlten Arbeitnehmer in Bayern im ersten Halbjahr 2021 seltener krankheitsbedingt im Job. Andere Erkrankungen nahmen jedoch zu.
| dpa
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Ein Mitarbeiter einer Arztpraxis notiert etwas auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
Ein Mitarbeiter einer Arztpraxis notiert etwas auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration
München

Bayerns Arbeitnehmer haben sich im ersten Halbjahr 2021 seltener krank gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Corona-Schutzmaßnahmen wie Homeoffice, Abstand, Masken und Plexiglas-Scheiben haben auch andere Erreger ausgebremst, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervorgeht. Es gab demnach deutlich weniger Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen wie etwa Bronchitis.

"Wir sehen, dass Homeoffice und verstärkte Hygienemaßnahmen sich positiv auf den Krankenstand ausgewirkt haben", sagte Sophie Schwab, Leiterin der DAK-Landesvertretung Bayern.

Der Krankenstand ist im Freistaat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozentpunkte zurückgegangen. Mit 3,4 Prozent liegt er unter dem Bundesniveau von 3,7 Prozent. Das bedeutet, dass an jedem Tag durchschnittlich 34 von 1000 Arbeitnehmern krankgeschrieben waren.

Zugenommen haben dagegen Krankmeldungen wegen Rückenleiden und anderer Muskel-Skelett-Erkrankungen. Und: Die Zahl der Fehltage wegen psychischer Leiden ist ebenso angestiegen. "Die Pandemie mit allen ihren Begleiterscheinungen hat auf psychische Erkrankungen wie ein Verstärker gewirkt", sagte Schwab dazu. "Was uns als Folge aus den Lockdown-Zeiten noch bevorsteht, können wir heute nur schwer abschätzen."

Für die Studie hat das Unternehmen Daten von rund 330 000 bei der DAK-Gesundheit versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Bayern auswerten lassen.

© dpa-infocom, dpa:210819-99-890922/2

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