Kloster gewährt Flüchtling Asyl: Prozess gegen einen Mönch

Weil die Benediktinerabtei Münsterschwarzach einem von Abschiebung bedrohten Flüchtling Kirchenasyl gewährt hat, muss sich ein Mönch am heutigen Tag (10.00 Uhr) vor Gericht verantworten. Die Flüchtlingsarbeit wurde von dem Angeklagten koordiniert, wie eine Sprecherin des katholischen Ordens im Vorfeld erklärte. Das Verfahren findet am Amtsgericht Kitzingen statt.
| dpa
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Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand.
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa
Kitzingen

Die Benediktinerabtei in Schwarzach am Main (Landkreis Kitzingen) hatte im August 2020 den im Gazastreifen geborenen Flüchtling aufgenommen. Nach dem Dublin-Verfahren sollte der junge Mann nach Rumänien zurück, sagte der Rechtsanwalt des Mönchs. Dort habe er die Europäische Union zum ersten Mal betreten und sich registriert.

Der Vorwurf gegen den Mönch lautet auf Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt ohne erforderliche Aufenthaltstitel. Zum Gerichtsverfahren kommt es, da die zuständige Richterin eine Hauptverhandlung für erforderlich hält und einen von der Staatsanwaltschaft ausgestellten Strafbefehl gegen den Mönch nicht unterschrieben hatte. Das Amtsgericht plant, noch am Montag ein Urteil zu sprechen.

© dpa-infocom, dpa:210425-99-347756/2

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