Kardinal Marx über den Vatikan: "So geht das nicht"

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, fordert einen anderen Umgang des Vatikans mit den deutschen Bischöfen. "Die Art und Weise der Kommunikation muss grundsätzlich anders werden. Sie irritiert doch sehr", sagte er im Interview mit der Zeitschrift "Publik-Forum" (Freitag). "Da bekommt man knapp vorher eine Information, dass ein Schreiben der Glaubenskongregation zum Verbot der Segnung homosexueller Paare veröffentlicht wird. So geht das nicht. Wir Bischöfe sind nicht einfach der verlängerte Arm der Glaubenskongregation, wir sollten auch gehört werden."
| dpa
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Kardinal Reinhard Marx bei einer Christmette.
Kardinal Reinhard Marx bei einer Christmette. © Tobias Hase/dpa
München

Der sogenannte "Synodale Weg", also der Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland, sei eine wichtige Antwort auf die massenhaft bekannt gewordenen Fälle sexueller Gewalt. Außerdem sei er wichtig, um Vertrauen wieder herzustellen. "Das war ein Schritt, von dem ich dachte: So kommen wir voran", sagte Marx. Aus dem Vatikan wünscht er sich mehr Offenheit: "In Rom müsste die weltbeste Fakultät für Theologie sein. Referentinnen und Referenten auf Kongressen dürften nicht danach ausgesucht werden, ob sie nur "auf Linie" liegen oder nicht."

© dpa-infocom, dpa:210428-99-388234/2

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