Jungstar zum Nulltarif

Fürths Trainer Büskens über die Verpflichtung des Riesentalentes Danijel Aleksic, die Präsident Hack am Grand Canyon schlaflose Nächte bescherte. Heute steigt der 19-jährige Serbe ins Training ein
von  Abendzeitung
"Der Junge will in Fürth was bewegen": Genua-Leihgabe Danijel Aleksic.
"Der Junge will in Fürth was bewegen": Genua-Leihgabe Danijel Aleksic. © imago

Fürths Trainer Büskens über die Verpflichtung des Riesentalentes Danijel Aleksic, die Präsident Hack am Grand Canyon schlaflose Nächte bescherte. Heute steigt der 19-jährige Serbe ins Training ein

FÜRTH Mike Büskens kann dieser Tage mit sich und der Fußballwelt zufrieden sein. Die ersten drei Pflichtspiele konnten gewonnen werden, ein mehr als gelungener Start der Greuther Fürther in die neue Saison. Und praktisch mit Schlusspfiff der Transferperiode angelte sich das Kleeblatt mit dem serbischen U21-Nationalspieler Danijel Aleksic vom FC Genua, dem Klub von Ex-Bayer Luca Toni, noch ein Juwel für den Angriff. Auf Leihbasis für eine Saison. Heute steigt der 19-jährige Jungstar ins Training ein.

Qualität verbessert, Konkurrenzkampf erhöht

Nach dem slowenischen U21-Nationalspieler Kevin Kampl von Bayer Leverkusen, ein offensiver Mittelfeldspieler, das zweite Schnäppchen auf den letzten Drücker. „Wir konnten noch zwei junge, hoffnungsvolle Talente für uns gewinnen, haben mit Aleksic und Kampl die Qualität im Kader verbessert und den Konkurrenzkampf nochmals erhöht“, freut sich Büskens.

Magath Großeinkäufer, Büskens bescheiden

Während sein Ex-Verein Schalke 04, sprich Multi-Funktionär Felix Magath, zuletzt auf dem Spielerbasar wütete, am letzten Tag 27 Millionen Euro in den Markt pumpte – 14 Millionen für Klaas-Jan Huntelaar (AC Mailand) und 13 für José Manuel Jurado (Atlético Madrid), Nicolas Plestan kam angeblich für lau vom OSC Lille –, blieb Büskens, typisch Fürth, bescheiden. Weder Kampl noch Aleksic kosten Ablöse oder Leihgebühr. Der Leverkusener bekam einen Vertrag bis 2013 plus Option, Aleksic wird wohl nach einem Jahr wieder gehen.

"Beide sprengen unseren Rahmen nicht"

„Beide sprengen unseren Rahmen nicht“, so Büskens stolz. Denn: „Danijel wird bei uns nicht annähernd das verdienen, was er in Genua bekommt. Aber er hat den härteren Weg gewählt, verzichtet auf Geld, weil er bei uns spielen will. Da sieht man, dass der Junge hier etwas bewegen will. Genua hat für ihn 2,5 Millionen gezahlt, das sagt schon etwas über sein Talent aus. Bei der U17-EM in der Türkei ist er zum besten Spieler des Turnieres gewählt worden. Wir haben nur eine Chance, solch einen Spieler zu bekommen, wenn wir einen Tick schneller sind als andere Vereine.“

Hack schlaflos am Grand Canyon

Deshalb glühten zuletzt die Drähte zwischen USA-Urlauber und SpVgg-Chef Helmut Hack und Manager Rachid Azzouzi. Die Ausleihe segnete Hack vom Grand Canyon aus ab und gesteht: „Zuletzt hatte ich schlaflose Nächte.“ Die dürften jetzt vorbei sein. Matthias Hertlein