Junger Mann stirbt nach Gasvergiftung in leerer Kaserne

Nach einer Gasvergiftung von drei jungen Menschen in einer leerstehenden Kaserne im unterfränkischen Mellrichstadt ist ein 22-Jähriger gestorben. Die anderen beiden Verletzten, eine 23-Jährige und ein 24-Jähriger, haben das Krankenhaus mittlerweile verlassen. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Mittwoch ist es sehr wahrscheinlich, dass Abgase eines Stromaggregats für eine erhöhte Konzentration von giftigem Kohlenmonoxid in der Luft verantwortlich waren.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Mellrichstadt

Die Rettungskräfte hatten die Frau am Samstag außerhalb des Gebäudes im Landkreis Rhön-Grabfeld gefunden, die Männer waren noch in der früheren Kaserne und gar nicht oder nur sehr eingeschränkt ansprechbar.

Die Polizei geht davon aus, dass das Trio dort übernachtet hat. Wahrscheinlich haben demnach an der Feier in der Nacht zum 1. Mai, die wegen der Corona-Auflagen eigentlich nicht erlaubt war, mehr als zehn Menschen teilgenommen.

Die Feuerwehr hatte am Samstag bereits die Luft in dem Gebäude analysiert und eine stark erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration gemessen. Um die genaue Ursache für den Tod des 22-Jährigen festzustellen, soll die Leiche obduziert werden.

Im Januar 2017 waren nahe dem unterfränkischen Arnstein (Landkreis Main-Spessart) sechs 18- und 19-Jährige gestorben, nachdem sie in einer Gartenhütte das tödliche, geruchlose Gas versehentlich eingeatmet hatten. Es waren die Abgase eines benzinbetriebenen Stromgenerators.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-475713/3

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen