INSM-Bildungsmonitor: Gute Noten für Bayern

Bayern erreicht im Bildungsmonitor 2021 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erneut Platz zwei hinter dem Freistaat Sachsen. Bei Beruflicher Bildung, Abbau von Bildungsarmut und Integration erreichte Bayern sogar den Spitzenplatz in Deutschland. Die Schulschließungen im Frühjahr dürften sich aber in den kommenden Jahren auch in Bayern negativ auswirken. Die Vergleichsstudie wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der INSM erstellt und am Mittwoch veröffentlicht.
| dpa
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Ein Schüler meldet sich in einer Unterrichtsstunde in einer Grundschule im Klassenraum.
Ein Schüler meldet sich in einer Unterrichtsstunde in einer Grundschule im Klassenraum. © Jens Büttner/dpa/Archivbild
München/Berlin

Bayern belegte demnach unmittelbar vor der Coronakrise in Schulqualität, Ausgabenpriorisierung, Inputeffizienz und Forschungsorientierung im Ländervergleich den zweiten Platz. Der Anteil unversorgter Jugendlicher sei der niedrigste in Deutschland: "Nur wenige Schüler haben geringe Kompetenzen oder keinen Schulabschluss. Der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Kompetenzen ist gering. Die Schülerinnen und Schüler erreichen überdurchschnittlich hohe Kompetenzen", schreiben die Autoren.

Die Ausgaben je Schüler an weiterführenden Schulen seien hoch, die Altersstruktur der Lehrer sei sehr ausgeglichen. "Bayern trägt stark zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses bei." Auch bei der Digitalisierung bei der Berufsausbildung in den IT-Berufen und der Forschung sei Bayern stark.

Verbesserungspotenzial bestehe aber bei der Förderinfrastruktur: Trotz Fortschritte gebe es weiterhin vergleichsweise wenige Ganztagsschüler. Der Anteil der ganztags betreuten Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren lag in Bayern 2019 bei 37 Prozent, im Bundesdurchschnitt bei 48 Prozent.

Bei einer bundesweiten Befragung von Lehrern beklagte jeder zweite gravierende Lernrückstände bei sehr vielen Schülern. Die Eltern waren einer Befragung zufolge in Bayern zufriedener mit den Lernangeboten im soeben abgelaufenen Schuljahr als im Bundesdurchschnitt.

© dpa-infocom, dpa:210818-99-882250/2

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