Industrie-Beschäftigte protestieren gegen Arbeitsplatzabbau

Zahlreiche Beschäftigte betroffener Unternehmen in Bayern haben am Mittwoch gegen Stellenabbau vor allem bei Zulieferern der Autoindustrie protestiert. Aktionen mit jeweils mehreren Hundert Teilnehmern habe es etwa bei Schaeffler in Herzogenaurach, bei Bosch in Bamberg, bei Audi in Ingolstadt und bei MT Aerospace in Augsburg gegeben, wo Arbeitsplätze in der Luft- und Raumfahrtindustrie auf dem Spiel stehen, teilte die Gewerkschaft IG Metall mit. Am Donnerstag soll es unter anderem in Nürnberg eine Menschenkette geben.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Empfehlungen
Das Logo der IG Metall.
Das Logo der IG Metall. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild
Herzogenaurach/Bamberg

Die Proteste sind Teil der IG-Metall-Aktionswoche "Fairwandel statt Zukunftsangst". Bereits am Dienstag hatten sich mehr als 3000 Beschäftigte an den Protesten beteiligt. Es gehe darum, in zukunftsfähige Technologien zu investieren, statt Arbeitsplätze abzubauen, sagte der Landeschef der Gewerkschaft, Johann Horn. "Die bayerische Industrie hat den Wandel zu klimafreundlichen Technologien verschlafen", sagte Horn. "Jetzt sollen die Beschäftigten bluten mit Stellenabbau, Sparprogrammen und Verlagerungen in Billiglohnländer", betonte er. "Wir machen Druck, damit die Unternehmen vor Ort in Zukunftstechnologien investieren."

Viele Autozulieferer planen den Abbau von Arbeitsplätzen, weil die von ihnen produzierten Teile für Verbrennertechnologien auf dem Weltmarkt nicht mehr in gewohnter Menge nachgefragt werden. Allein der Zulieferer Schaeffler will vorrangig in Deutschland sein Personal um 4400 Stellen verkleinern.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Empfehlungen