In Griechenland verirrte Feuerwehrleute bitten um Hilfe

Ungewöhnliche Hilfsaktion: Zwölf Feuerwehrmänner aus Mittelfranken haben sich während eines privaten Wanderurlaubs auf der griechischen Insel Thasos verirrt und sind mit Hilfe von Kollegen gerettet worden. Wie die Integrierte Leitstelle (ILS) Nürnberg am Mittwoch mitteilte, meldeten sich die Bergwanderer am Dienstag per Notruf: Zwei Mitglieder der Gruppe seien seit Stunden vermisst, sie hätten nicht ausreichend Trinkwasser bei sich, schilderten sie.
| dpa
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Nürnberg

Ein Anruf bei der europaweit einheitlichen Nummer 112 sei vergeblich gewesen, weil sie sich mit dem örtlichen Helfer am Telefon nicht hätten verständigen können. Daraufhin riefen die Wanderer ihre Kollegen im rund 1500 Kilometer entfernten Nürnberg an.

Der Disponent der ILS, der den Anruf annahm, war ausgerechnet ein gebürtiger Grieche, der seine Jugend den Angaben nach auf Thasos verbracht hatte und deswegen ortskundig war.

Der Mitarbeiter ortete, wie es weiter hieß, die Gruppe via GPS und alarmierte die Feuerwehr auf Thasos - deren Nummer er ohnehin im Handy gespeichert hatte. Weil die zwölf Rettungshubschrauber der Region zu einem Waldbrand nach Athen geflogen waren, rückten mehr als 50 Retter zu Fuß aus.

Nach etwa fünf Stunden hatten sie die Reisegruppe erreicht. Sie versorgten die erschöpften Männer und brachten alle - auch die vermisst gemeldeten Wanderer - unversehrt ins Tal und zurück in ihr Hotel. Wo genau die Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr herkam, wollte der Sprecher in Nürnberg zunächst nicht sagen.

© dpa-infocom, dpa:210728-99-575861/2

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