In Bayern gibt es immer weniger Schafe

Ob in der Alpenregion, im Altmühltal oder in der Fränkischen Schweiz - Schafe gehören in Bayern vielerorts zum Landschaftsbild. Aber ob das so bleibt? Die Zahl der Tiere geht zurück.
| dpa
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Schafe stehen auf einer Weide bei Amberg im Licht der untergehenden Sonne.
Schafe stehen auf einer Weide bei Amberg im Licht der untergehenden Sonne. © Marijan Murat/dpa/Archivbild
München

Der Schafbestand in Bayern geht seit Jahren zurück. Derzeit werden nach Worten von Martin Bartl, Geschäftsführer des Landesverband Bayerischer Schafhalter, rund 206.000 Mutterschafe gehalten. Die Zahl sinkt seit Jahren kontinuierlich. 2010 gab es noch 233.588 Mutterschafe im Freistaat.

Die Gründe seien vielfältig: Wie auch in anderen Zweigen der Landwirtschaft fänden viele ältere Schäfer oder Betriebsleiter häufig keinen Nachfolger. Denn: Schafhaltung ist aufwendig und die Ertragslage nicht rosig. Bis zu 16 Stunden arbeite ein Betriebsleiter im Vollerwerb täglich, erläuterte Bartl.

Seit einiger Zeit bereitet aber auch der Wolf den Schafhaltern in Bayern Probleme: In einigen Gebieten funktioniere der Herdenschutz mit Zäunen, anderswo aber nicht - etwa auf Almen oder in Mittelgebirgen. In Regionen, wo Wölfe sich an Nutztiere heranwagten, werde die Weidehaltung verschwinden, warnte Bartl. Schafhalter seien Idealisten: Würden ihre Tiere gerissen, "brechen Welten für sie zusammen". Aus dem Landwirtschaftsministerium hieß es dazu: "Die Staatsregierung bekennt sich auch mit Blick auf das Tierwohl und die Landschaftspflege zur Weidewirtschaft als bedeutendes Kulturgut Bayerns. Sie nimmt die Sorgen der Weidetierhalter um die Anwesenheit von Wölfen sehr ernst."

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