Immobilienumsätze sinken erstmals seit Jahren

Nach jahrelang unaufhaltsamem Aufwärtstrend ist der bayerische Immobiliengeschäft im ersten Quartal etwas weniger heiß gelaufen. Die Umsätze gingen nach Berechnungen der Marktforscher des Immobilienverbands IVD Süd im Vergleich zum Jahresbeginn 2020 um 7,3 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro zurück. Allerdings geht der Verband nicht davon aus, dass dies den Beginn einer Krise oder sinkende Preise bedeute, wie Marktforscher Stephan Kippes am Freitag sagte.
| dpa
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Blick auf die Fassade eines Wohnhauses.
Blick auf die Fassade eines Wohnhauses. © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
München

Im ersten Quartal 2020 waren die Umsätze außerordentlich hoch, außerdem geht Kippes davon aus, dass die Knappheit an handelbaren Immobilien zu der Entwicklung beigetragen hat: "Die Objekte sind knapp, und die Preise steigen etwas. Wenn wir mehr Objekte gehabt hätten, wären die Zahlen andere."

Die Berechnung basiert auf den Grunderwerbsteuereinnahmen der Finanzämter. Daraus lässt sich allerdings nur die Gesamtsumme ablesen - nicht aber die Entwicklung einzelner Teilbereiche wie Wohnungen, Büros oder Einzelhandelsimmobilien. Deutschlandweit sind die Immobilienumsätze im ersten Quartal demnach weiter gestiegen, und zwar um 3,6 Prozent auf 90,6 Milliarden Euro.

In den vergangenen Jahren waren die Immobilienumsätze in Bayern stark gestiegen, auch im Coronajahr 2020 war mit 64,3 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke erreicht worden.

© dpa-infocom, dpa:210423-99-324151/2

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