Igel erwachen aus dem Winterschlaf: Situation bedenklich

Die Igel erwachen nun nach und nach aus dem Winterschlaf. Igel seien wahre Überlebenskünstler, dennoch könnten sie in Bayern bald zu den bedrohten Säugetierarten zählen, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Hilpoltstein am Mittwoch mit. Er ruft deshalb alle Menschen dazu auf, alle lebendigen und toten Igel auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite oder per App zu melden.
| dpa
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Ein Igel läuft durch einen Garten.
Ein Igel läuft durch einen Garten. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
Hilpoltstein

Seit 2015 sammelt der LBV nach eigenen Angaben dadurch wertvolle Informationen zur Situation der Igel in Bayern. Mehr als 12 000 Beobachtungen gingen jährlich ein. Nur eine langjährige Datensammlung helfe herauszufinden, wie Igel in der modernen Landschaft zurechtkommen, erläuterte die Biologin Angelika Nelson. Die gemeldeten Beobachtungen in diesem Jahr wollen die Fachleute nutzen, um den Igel besser schützen zu können.

Die Auswertung der Daten aus den vergangenen Jahren habe ergeben, dass der Igel vor allem innerhalb von Siedlungen und in Gärten lebe. "Hier hat der Igel eine ganz neue Überlebensstrategie entwickelt - und die heißt Müll", sagte Nelson. Diese Nahrung sei zwar ungesund, aber reichlich vorhanden - im Gegensatz zu den Insekten, die der Igel normalerweise fresse. Neben dem Insektenschwund machten dem Igel unter anderem auch der Straßenverkehr, die Versiegelung von Flächen und Parasiten zu schaffen, sagte Nelson.

© dpa-infocom, dpa:210317-99-858051/2

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