Hofer wollen ihren Bismarckturm retten

Von außen betrachtet ist der Hofer Bismarckturm ein imposantes Bauwerk - doch im Inneren des Wahrzeichens bröckelt massiv der Putz. Seit mehr als zehn Jahren darf niemand mehr den Aussichtsturm betreten, jetzt hofft man auf eine Sanierung.
| dpa
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Der Bismarckturm.
Der Bismarckturm. © Nicolas Armer/dpa
Hof

Ein Wahrzeichen der Stadt Hof ist seit mehr als zehn Jahren wegen Baufälligkeit gesperrt - doch nun gibt es Hoffnung auf Rettung für den Bismarckturm. Der Aussichtsturm mit seinen 114 Stufen und 25 Metern Höhe ist ein von außen betrachtet massives Bauwerk. Tatsächlich aber ist die Substanz durch Schimmel gefährdet, Putz bröckelt von den Wänden. Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten soll nun klären, was eine Sanierung kosten würde.

"Der Turm sieht von außen toll aus", sagte Leo Reichel, ehrenamtlicher Stadtheimatpfleger. Doch die massiven Granitquader seien nur auf Split angebracht, innen platze inzwischen der Putz ab. Durch die Schließung und die fehlende Luftzirkulation hätten sich die Schäden noch verschlimmert.

Um an den Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898) zu erinnern, wurden Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg vielerorts Türme errichtet. In Hof war man allerdings spät dran - erst 1921, also vor 100 Jahren, wurde der Turm eröffnet.

Reichel betonte, dass es bei den Bemühungen um den Turm nicht um die Person Bismarck gehe. Vielmehr wolle man das denkmalgeschützte Bauwerk als eine touristische Attraktion erhalten. Man könne vom Bismarckturm aus bis nach Böhmen, ins Vogtland und ins Fichtelgebirge blicken.

Man habe vom Bismarckturm aus den "schönsten Blick auf die Stadt", sagte auch Rainer Krauß vom Verein Pro Hof. Die Organisation setzt sich für bürgerschaftliches Engagement in der oberfränkischen Stadt ein und wirbt auch für die Rettung des Bismarckturms um Spenden. Krauß und Reichel sind überzeugt davon, dass viele Hofer sich eine Sanierung des Turms wünschen: Der Zuspruch für das Projekt sei groß. Im August soll das Gutachten vorliegen.

© dpa-infocom, dpa:210627-99-158946/2

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