Heimliche Missbrauchsbilder: Polizist verurteilt

Er hat Frauen und eine Minderjährige heimlich in intimen Situationen gefilmt und hatte Missbrauchsbilder auf dem Computer. Am Montag ist ein junger bayerischer Polizist dafür zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. Die Strafe für den heute 26-Jährigen wurde zur Bewährung ausgesetzt, wie das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Lichtenfels (Oberfranken) entschied. (Az: 1 Ls 510 Js 30 17/19 jug)
| dpa
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Ein Polizei-Schild hängt an einem Polizeipräsidium.
Ein Polizei-Schild hängt an einem Polizeipräsidium. © Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild
Coburg/Lichtenfels

Betroffen sind vier Frauen und eine zur Tatzeit Jugendliche. Die Aufnahmen aus den Jahren 2015 und 2016 reichen von kurzen "Spannervideos" in einer Umkleidekabine bis hin zu längeren, heimlich gefilmten Videos, die die Frauen nackt oder beim Sex mit dem Angeklagten zeigen. Zwei der Betroffenen waren mit dem Mann zusammen, eine davon war zum Zeitpunkt der Aufnahmen erst 17. Auf Handy und Computer des Mannes fanden Ermittler 2019 zudem Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs von Kindern: 337 Fotos und 74 Videos.

Der 26-Jährige hatte in dem Verfahren im Herbst 2019 für zwei Monate in Untersuchungshaft gesessen. Er ist Polizist, war zuletzt aber suspendiert gewesen. Das Urteil, das am Dienstag rechtskräftig wurde, bedeutet laut dem Richter auch das Ende seiner Polizeikarriere: Das Beamtenverhältnis endet bei einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Aus Platzgründen fand der Prozess in einem Saal des Landgerichts Coburg statt.

© dpa-infocom, dpa:210706-99-278271/2

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