Hartmann: Söder fehlt konsequente Strategie gegen Corona

Die Landtags-Grünen haben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vorgeworfen, keine Langfriststrategie im Kampf gegen das Coronavirus zu haben. Es fehle immer noch eine konsequente und zielgerichtete Strategie, um das Infektionsgeschehen endlich beherrschbar zu machen, sagte Fraktionschef Ludwig Hartmann am Dienstag im Landtag in München. Auch die neuen Gegenmaßnahmen seien aus der Not geboren. Sie seien teils überfällig, teils unnötig und teils ohne zusätzlichen Nutzen - etwa die nächtliche Ausgangssperre in Hotspots. "Konsequent ist ihre Corona-Politik bis jetzt leider nicht - konsequent ist nur Ihre Inszenierung Ihrer Person", sagte er.
| dpa
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Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, spricht.
Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, spricht. © Matthias Balk/dpa
München

Hartmann kritisierte, dass Söder zwar mit erhobenem Zeigefinger vor der zweiten Welle gewarnt habe, die Staatsregierung sich aber nicht genügend vorbereitet habe. Als Beispiel nannte er eine ausgebliebene rechtzeitige Vorbereitung für Wechselunterricht an den Schulen.

Hartmann bekräftigte zudem die Grünen-Forderung nach Betriebsschließungen zwischen Weihnachten und Neujahr. "Die vielen Feiertage sind ein Geschenk des Kalenders, das wir nutzen sollten." Mit Betriebsschließungen ließen sich Hunderttausende Kontakte vermeiden. Alle müssten einen Beitrag leisten, um die Herausforderung zu meistern, appellierte Hartmann deshalb an die Unternehmen.

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