Haftstrafen im Prozess um größten Drogen-Onlineshop verhängt

Sieben Männer sind wegen ihrer Beteiligung an einem umfangreichen Drogen-Onlineshop zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Gießen sprach am Freitag die Angeklagten, darunter den Initiator aus dem Landkreis München, schuldig, in unterschiedlichen Funktionen für die im Internet und anonymen Darknet betriebene Plattform "Chemical Revolution" tätig gewesen zu sein. Ermittler hatten den Shop 2019 abgeschaltet und ihn damals als den bundesweit größten seiner Art bezeichnet.
| dpa
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Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. © Christoph Soeder/dpa
Gießen

Kiloweise Betäubungsmittel wie Amphetamin, Cannabis oder Kokain und Ecstasy wurden dafür nach Feststellung des Gerichts ab Herbst 2017 von den Niederlanden nach Deutschland gebracht. Die Ware wurde an verschiedene Orte bundesweit transportiert, darunter in Ortenberg in Hessen, und dann an die Kunden versendet.

Die Angeklagten hatten die Vorwürfe überwiegend eingeräumt. Unter anderem ging es für einen Teil von ihnen um "bandenmäßiges unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge". Das Gericht verhängte Haftstrafen zwischen zwei Jahren und acht Monaten sowie neun Jahren und zwei Monaten für den Hauptangeklagten. Er soll zudem nach einer gewissen Zeit in Haft in eine Entziehungsanstalt untergebracht werden.

© dpa-infocom, dpa:210806-99-745422/2

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