Grüne kritisieren Pläne für Änderung von Kita-Regeln

Die Landtags-Grünen üben Kritik an Plänen für die Änderung einzelner Kita-Regeln in Bayern. Fünf zusätzliche Schließtage, die Einrichtungen gewährt werden, um Fortbildungen wahrnehmen zu können, sollten ersatzlos gestrichen werden, kritisierte der Grünen-Abgeordnete Johannes Becher. Das sei "eine Watschn ins Gesicht der Erzieherinnen und Erzieher" und gefährde jegliche Qualitätsentwicklung in den Einrichtungen. "Regelmäßige Fortbildungen sind für uns ein Grundpfeiler für eine gute Bildung und Betreuung der Kinder sowie die Arbeitszufriedenheit der Fachkräfte."
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Empfehlungen
Johannes Becher, Abgeordneter der Grünen im bayerischen Landtag.
Johannes Becher, Abgeordneter der Grünen im bayerischen Landtag. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild
München

Zudem solle eine Empfehlung für einen besseren Anstellungsschlüssel gestrichen werden. "Man löst das Problem des Fachkräftemangels nicht, indem man die Empfehlung aufhebt", sagte Becher dazu. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen und Aufgabenfelder in den Kitas sei der gesetzliche Mindestanstellungsschlüssel nicht zeitgemäß.

Becher berief sich bei seiner Kritik auf eine vom Sozialministerium geplante Änderung einer Verordnung zu den Kitas. Zuletzt konnten die Fachverbände und die kommunalen Spitzenverbände Stellung nehmen. Danach aber entscheide das Ministerium eigenmächtig, klagte Becher.

Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) betonte allerdings, die Kritik der Grünen komme zu früh, "weil noch nichts entschieden ist". "Wir sind in einer laufenden Abstimmung mit den Verbänden und werden die wertvollen Rückmeldungen aus der Praxis natürlich wie gewohnt noch einarbeiten", sagte sie. "Dies gilt insbesondere für die Frage der Teamfortbildungen, die noch nicht abschließend geklärt ist." Ebenfalls offen sei die Diskussion um den empfohlenen Anstellungsschlüssel. "Unser Ziel bleibt eine qualitätsvolle Kinderbetreuung auf der Grundlage einer bestmöglichen Personalausstattung in den Kitas."

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Doris Rauscher, legte mit Kritik nach: "Dass Ministerin Trautner behauptet, es sei ja noch nichts entschieden, macht die Sache nicht besser. Ich frage mich, wieso das Ministerium solche Maßnahmen überhaupt erwägt?"

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Empfehlungen