Geld für Erinnerungsort an NS-Zwangsarbeit in Neuaubing

Eine geplante Erinnerungsstätte auf dem Gelände des ehemaligen NS-Zwangsarbeiterlagers im Münchner Stadtteil Neuaubing wird vom Bund mit 1,66 Millionen Euro gefördert. Das Geld werde im Rahmen des Bundesprogramms Nationale Projekte des Städtebaus verliehen, teilte der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger am Mittwoch in München mit. Eine ungenutzte Fläche, in der viel Geschichte stecke, erwache wieder zum Leben und werde ein Treffpunkt für Erinnerung, Geschichte, Kunst und Handwerk.
| dpa
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Stephan Pilsinger (CSU), Mitglied des Deutschen Bundestages.
Stephan Pilsinger (CSU), Mitglied des Deutschen Bundestages. © David Hutzler/dpa/Archivbild
Neuaubing

Die Baracken sind nach Auskunft der Stadt München eines der wenigen erhaltenen baulichen Zeugnisse der Ausbeutung von Zwangsarbeitern. Zwischen 1942 und 1945 waren hier rund 1000 Menschen untergebracht, unter schlimmen Bedingungen. Sie stammten vor allem aus Russland, der Ukraine, Polen, Frankreich, Italien und den Niederlanden. Viele von ihnen schufteten im nahe gelegenen Ausbesserungswerk der Reichsbahn.

Ein 2009 geplanter Abriss wurde verhindert. Stattdessen sicherte die Stadt das Gelände, um dort mit dem NS-Dokumentationszentrum in München einen Ort der Erinnerung und des Lernens zu schaffen.

© dpa-infocom, dpa:210317-99-857448/2

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