Geiselnahme und Kantholz-Schläge: Freiheitsstrafe

Um ihn zur Zurücknahme einer Anzeige zu bewegen, hat ein 41-Jähriger einen Mann als Geisel genommen und gedroht, ihn mit einem Messer umzubringen. Nun hat ihn das Landgericht Nürnberg-Fürth am Montag wegen Freiheitsberaubung, versuchter Nötigung und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
| dpa
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Eine Statue der Justitia mit verbundenen Augen am Eingang eines Gerichts.
Eine Statue der Justitia mit verbundenen Augen am Eingang eines Gerichts. © Fabian Sommer/dpa/Symbolbild/Archivbild
Nürnberg/Neumarkt in der Oberpfalz

Laut Anklage packte der Angeklagte im Januar den Mann von hinten, drückte ihm ein Messer an die Kehle und zwang ihn, in ein Auto einzusteigen. Während der Fahrt drohte der 41-Jährige demnach, sie würden nun miteinander in den Wald fahren, wo er ihn umbringen wolle. Zudem forderte er seine Geisel auf, eine von ihr zuvor erstattete Anzeige bei der Polizei zurückzunehmen.

Am Zielort angekommen schlug der 41-Jährige laut der Anklage dem verängstigten Mann mit einem 1,20 Meter langem Kantholz ins Gesicht. Weil zufällig Zeugen in der Nähe gewesen seien, habe dieser aber fliehen können. Dabei bekam er mit dem Kantholz noch einen Schlag auf den Hinterkopf mit.

Der 41-Jährige sitzt bereits seit Januar in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten das Strafmaß gefordert, auf das das Landgericht letztendlich entschied: eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Die Verteidigung hatte auf Freispruch und Auflösung des Haftbefehls plädiert.

© dpa-infocom, dpa:210809-99-783277/2

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