Geflügelpest erreicht Bayern: Mehrere infizierte Wildenten

Die Geflügelpest breitet sich weiter aus. Nun tauchte der Erreger auch in Bayern auf. Geflügelhalter sollen vorsichtig sein.
| dpa
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"Wildvogelgeflügelpest Sperrbezirk" ist auf einem Straßenschild zu lesen.
"Wildvogelgeflügelpest Sperrbezirk" ist auf einem Straßenschild zu lesen. © Frank Leonhardt/dpa/Symbolbild
Münche

München - Bei mehreren Wildenten im Landkreis Passau ist die Geflügelpest nachgewiesen worden. Es sind die ersten bestätigten Fälle der Tierseuche diesen Herbst in Bayern, wie das Umweltministerium am Freitag in München mitteilte. Die Enten seien im Rahmen des bayerischen Wildtiermonitorings untersucht worden.

Geflügelhalter werden angehalten, ihre Tiere vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen. Im Landkreis Rottal-Inn und in großen Teilen des Landkreises Passau gelte Stallpflicht für Geflügel, hieß es aus dem Ministerium.

Die Geflügelpest tritt seit Ende Oktober verstärkt in Deutschland auf. Der erste Fall in einer Nutztierhaltung in diesem Herbst wurde in einer kleinen Hühnerhaltung auf der nordfriesischen Hallig Oland (Schleswig-Holstein) nachgewiesen. Zuvor war der Erreger H5N8 bei mehreren Wildvögeln in Norddeutschland aufgetreten.

Die Infektionskrankheit, die auch Vogelgrippe genannt wird, kommt vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vor. Bei Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet - teilweise bis zu 100 Prozent.

Bei intensivem Kontakt können sich auch Menschen anstecken. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt aber als unwahrscheinlich. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

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