Gedenken an Zugunglück von Bad Aibling

Am fünften Jahrestag des Zugunglücks von Bad Aibling mit zwölf Toten und fast 90 Verletzten sollen heute zum Zeitpunkt des Unglücks um 6.47 Uhr die Glocken läuten. Am Vormittag wollen Vertreter aus Politik, Bahnverkehr und örtlichen Kirchen in der oberbayerischen Stadt an die Opfer erinnern.
| dpa
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Ein Zug fährt an der Gedenkstätte für die Opfer des Zugunglücks an der Bahnstrecke zwischen Bad Aibling und Rosenheim vorüber.
Ein Zug fährt an der Gedenkstätte für die Opfer des Zugunglücks an der Bahnstrecke zwischen Bad Aibling und Rosenheim vorüber. © picture alliance / Matthias Balk/dpa/Symbolbild
Bad Aibling

Wegen der Corona-Bestimmungen wird sich das Gedenken am Mahnmal für die Opfer auf einen sehr kleinen Kreis und eine kurze Andacht beschränken. Blumen sollen niedergelegt werden. Der Bad Aiblinger Bürgermeister Stephan Schlier (CSU) sagte, das Signal richtet sich auch an die Angehörigen, die heute noch mit diesem schweren Verlust zu kämpfen haben, und an die Überlebenden.

Unglücksursache war menschliches Versagen: Ein Fahrdienstleiter hatte am 9. Februar - dem Faschingsdienstag - mit seinem Handy gespielt. Davon abgelenkt setzte er falsche Signale, zwei Meridian-Züge der damaligen Bayerischen Oberlandbahn stießen auf der eingleisigen Strecke zwischen Bad Aibling und Kolbermoor frontal zusammen. Der Fahrdienstleiter wurde wegen fahrlässiger Tötung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, die er zu etwa zwei Dritteln absaß.

© dpa-infocom, dpa:210208-99-354579/2

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