Füracker: Null-Zins-Politik der EZB lässt Menschen im Stich

Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) hat die Fortführung der Null-Zins-Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) massiv kritisiert. "Die EZB lässt mit ihrer heutigen Entscheidung erneut die Menschen im Stich. Ganz nach dem Motto "Alles nicht so schlimm" lässt die EZB der nach wie vor stetig steigenden Inflation weiter ihren Lauf", sagte er am Donnerstag in München. Die ersparten Reserven der Menschen würden so entwertet und jeder bestraft, der für seine Zukunft vorgesorgt habe.
| dpa
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Bayerns Finanzminister Albert Füracker sitzt während einer Plenarsitzung auf seinem Platz.
Bayerns Finanzminister Albert Füracker sitzt während einer Plenarsitzung auf seinem Platz. © Matthias Balk/dpa/Archivbild
München/Frankfurt/Main

Zuvor hatte die EZB mitgeteilt, dass sie den Leitzins für den Währungsraum der 19 Euro-Staaten auf dem Rekordtief von null Prozent belässt. Auf diesem Niveau liegt der Zins nunmehr seit März 2016.

"Anstatt der Geldentwertung endlich entgegenzutreten, schiebt die EZB die überfällige Kurswende weiter auf und verunsichert dadurch Millionen Bürgerinnen und Bürger", betonte Füracker. Die EZB stecke im Dauer-Krisenmodus fest. "Niemand erwartet eine sofortige Leitzinserhöhung auf zum Beispiel zwei Prozent, aber es braucht jetzt dringend ein Signal, dass die EZB die Inflationsgefahr ernst nimmt und willens und in der Lage ist, ihr Preisstabilitätsmandat zu erfüllen."

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