Frost macht den Obstbauern am Bodensee zu schaffen

Der April ist für wechselhaftes Wetter bekannt. Dass aber auch Frostnächte dabei sind, kommt den Obstbauern am Bodensee ungelegen.
| dpa
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Ein Obstbauer betrachtet die aus Frostschutzgründen mit Wasser besprühten blühende Knospen und Blüten in einer Apfelplantage.
Ein Obstbauer betrachtet die aus Frostschutzgründen mit Wasser besprühten blühende Knospen und Blüten in einer Apfelplantage. © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa/Archivbild
Ravensburg

Frostige Nächte haben den Obstbauern am Bodensee wohl einen Teil ihrer Ernte zerstört. In dieser Woche habe es mehrere Nächte mit Temperaturen unter null Grad gegeben, sagte Manfred Büchele vom Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee in Ravensburg. Betroffen sei bislang vor allem das Steinobst wie Kirschen oder Mirabellen, aber auch Birnen.

Wie hoch die Schäden seien, lasse sich voraussichtlich erst in der kommenden Woche absehen. Die wenigsten Obstbauern könnten sich gegen den Frost so spät im Jahr schützen. Über Frostschutzanlagen mit Bewässerung verfügten nur die wenigsten. Und für die Kirschpflanzen komme das gar nicht in Frage, da sonst die Blüten verklebten, sagte Büchele.

Immerhin seien die meisten Landwirte gegen Ausfälle durch Frost versichert. Zudem macht sich der Experte noch Hoffnung für die Apfelernte. Für die letzte Aprilwoche sei bislang noch milderes Wetter vorhergesagt und das sei für die Obstbauern wichtig. Sollte die Apfelblüte Frost abbekommen, hätte das schlimmere Folgen. Äpfel machen laut Büchele 90 Prozent der Ernte der Obstbauern am Bodensee aus.

© dpa-infocom, dpa:210417-99-239334/2

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