Freie Wohlfahrtspflege: Folgen der Politik sichtbar machen

Die Politik hat die Folgen ihrer Anti-Corona-Maßnahmen nach Einschätzung der Freien Wohlfahrtspflege Bayern nicht ausreichend im Blick. "Gerade ärmere Menschen vergisst die Politik zu oft", kritisierte die neue Vorsitzende Margit Berndl vom Paritätischen Wohlfahrtsverband am Donnerstag in München. Auch besonders verletzliche Personengruppen wie Menschen mit Behinderung, zu Hause lebende Pflegebedürftige, psychisch Kranke oder Obdachlose kämen in den Überlegungen oft zu kurz.
| dpa
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München

"So wie im letzten Jahr Schutzschirme für die Wirtschaft gespannt wurden, braucht es Schutzschirme für Menschen, die besonders unter der Pandemie leiden und leiden werden", sagte Berndl. Viele Menschen verlören durch das Corona-Virus geliebte Menschen, andere ihre Existenzgrundlage.

Berndls scheidender Vorgänger, Landes-Caritas-Direktor Bernhard Piendl, kritisierte besonders, dass die Politiker vor allem auch in der ersten Phase der Pandemie nicht ausreichend auf die Expertise der Wohlfahrtsverbände gehört hätten. "Man hat uns schlicht nicht gefragt, wie das denn in der Praxis ankommt und was das in der Praxis für eine Auswirkung hat." Inzwischen laufe die Kommunikation zwar besser, dennoch gebe es noch auf vielen Feldern Handlungsbedarf.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-298930/2

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