Frauenanteil an Topentscheidern in Bayern steigt nur langsam

Immer noch unter einem Viertel der Führungspositionen in bayerischen Unternehmen werden von Frauen bekleidet.
| dpa
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Hamburg/München – Der Anteil von Frauen in den Führungspositionen bayerischer Unternehmen steigt nur langsam. Waren es vor etwa einem Jahr 24,4 Prozent, so meldete die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel nach einer Datenbank-Auswertung nun 24,8 Prozent für den Freistaat.

Bundesweit betrachtet geht es nicht wesentlich schneller voran. Die Quote lag hier zuletzt bei 24,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte Crifbürgel einen Wert von 24,2 Prozent ermittelt. An der Spitze lagen zuletzt Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, die jeweils auf einen Anteil von mindestens 30 Prozent kamen. Schlusslichter waren Bremen (22,5 Prozent) und Baden-Württemberg (22,8).

Crifbürgel untersuchte für die Studie bundesweit insgesamt mehr als 900.000 Unternehmen, unabhängig von ihrer Mitarbeiterzahl. Im März 2018 lag die Frauenquote demnach bei 22,6 Prozent.

Firmen ab einer bestimmten Größe - in der Regel ab 2000 Beschäftigten - müssen seit Anfang 2016 frei werdende Aufsichtsratsposten mit Frauen neubesetzen, bis mindestens ein Frauenanteil von 30 Prozent erreicht ist. Vorgaben zur Besetzung von Vorständen gibt es bisher nicht. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Justizministerin Christine Lambrecht (beide SPD) hatten dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt, der liegt aber auf Eis, weil es Widerstand in der Union gibt. Im Koalitionsausschuss war Ende August vereinbart worden, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, um den Konflikt zu entschärfen.

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