Fränkische CSU-Chefs bleiben weitere zwei Jahre im Amt

Die CSU-Bezirksvorsitzenden haben bei den Christsozialen viel Einfluss - anerkennend werden sie auch manchmal als «Bezirksfürsten» bezeichnet. Drei von ihnen wurden nun im Amt bestätigt.
von  dpa
Hans-Peter Friedrich (CSU). Foto: Kay Nietfeld/Archivbild
Hans-Peter Friedrich (CSU). Foto: Kay Nietfeld/Archivbild © dpa

Bamberg/Nürnberg (dpa/lby) - In drei fränkischen CSU-Bezirksverbänden haben die Mitglieder ihre Vorsitzenden bestätigt. So wurde am Samstag Hans-Peter Friedrich als Bezirkschef der Christsozialen in Oberfranken wiedergewählt. Der 62-jährige Bundestagsvizepräsident und ehemalige Bundesinnenminister erhielt auf dem Bezirksparteitag in Bamberg 96,1 Prozent der Stimmen, wie ein Parteisprecher berichtete. Dies entsprach fast genau dem Ergebnis bei seiner letzten Wahl vor zwei Jahren. Friedrich steht seit 2011 an der Spitze des Bezirksverbands.

Zuvor war der Nürnberger Bundestagsabgeordnete Michael Frieser als Bezirkschef des CSU-Verbands Nürnberg-Fürth-Schwabach bestätigt worden. Für den 55-Jährigen stimmten 94,1 Prozent der Delegierten. Bei seiner ersten Wahl vor einem Jahr hatte Frieser 96,6 Prozent der Stimmen erhalten. Er folgte damals Markus Söder nach, der wegen seiner Wahl zum Ministerpräsidenten als Bezirkschef zurückgetreten war.

Bereits am Freitagabend hatte die CSU in Unterfranken ihren Vorsitzenden, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Die CSU ist in Bayern in zehn Bezirksverbände untergliedert. Diese decken die sieben Bezirke des Freistaates ab; hinzu kommen eigene Verbände in der Landeshauptstadt München, im Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Schwabach und in Augsburg. Die Bezirkschefs, oftmals auch als "Bezirksfürsten" bezeichnet, haben in der Partei großen Einfluss.