Forschungsprojekt untersucht Kindesmissbrauch in der Kirche

An der Würzburger Universität soll ein Forschungsprojekt zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals der katholischen Kirche starten. Dies kündigte Professorin Anja Amend-Traut nach Angaben des Bistums Würzburg vom Mittwoch in einem Interview mit dem "Würzburger katholischen Sonntagsblatt" an.
| dpa
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Das Kreuz einer Kirche ist in der Abenddämmerung zu sehen.
Das Kreuz einer Kirche ist in der Abenddämmerung zu sehen. © Friso Gentsch/dpa/Archivbild
Würzburg

"Wir wollen das an Schutzbefohlenen begangene Unrecht aus dem Dunkel hervorholen, und zwar unter Preisgabe der überkommenen Grundhaltung, die Kirche müsse um jeden Preis geschützt werden", sagte die Kirchenrechtlerin. Im Fokus des Forschungsprojekts stünden "die historischen Komponenten des Aufarbeitungsprozesses". Das Interview soll an diesem Sonntag in der Kirchenzeitung der Diözese erscheinen.

Amend-Traut ist die Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Würzburger Bistum. In den katholischen Diözesen in Deutschland nehmen derzeit solche Gremien die Arbeit auf, um den Skandal um sexuellen Missbrauch und Gewalt an Kindern aufzuarbeiten.

Im Augsburger Bistum habe die Kommission nun in einer konstituierenden Sitzung mit der Arbeit begonnen, berichtete die schwäbische Diözese ebenfalls am Mittwoch. "Jetzt kann die Kommission Vorgänge und Verfehlungen in allen katholischen Einrichtungen in der Diözese aufarbeiten." Neben mehreren Juristen sitzen zwei Betroffene, eine Jugendpsychiaterin und eine Theologin in dem Gremium in Augsburg.

© dpa-infocom, dpa:210630-99-208333/2

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